Dienstag, 20. Oktober 2015

Senf - einfach selbstgemacht


Hallo Ihr Lieben :)

Jeder Tag gleicht zur Zeit dem nächsten. Der Ablauf: Bett. Schreibtisch. Bett. Essen nicht vergessen.
Im Kopf ein Wort: Bachelorarbeit. Omnipräsent. Noch so ein tolles Wort.


Am Freitag wollte ich dem eintönigen Trott entkommen. Was anderes machen. Was anderes sehen. Mein Lichtblick der Woche. Food Lovers in Münster. Was das ist? Klicke hier.

Ihr könnt euch denken, als Foodblogger mein Hightlight der Woche. Endlich ist es Freitag. Und dann: DAUERREGEN! Und was für welcher! Und natürlich findet der Street Food Markt auf der Street statt - wo auch sonst?


OK Regen. Samstag sind die Trucks auch noch am Hafen. "Dann halt morgen" - dachte ich in meinem naiven Leichtsinn. Pustekuchen! Wenn es in Münster regnet, dann richtig. Und lange.
Samstag also die gleichen grauen Bindfäden vor dem Fenster. Hängende Mundwinkel. Menno!

Na gut. Eine allerallerletzte Chance bleibt ja noch. Sonntag. Der Wetterfrosch prognostizierte minimal trockenere Aussichten, macht mir damit allerdings wenig Mut. Natürlich kann man auch im Regen hingehen. Ja. Man kann. Ich nicht. Regenphobie nannte es meine ehemalige Mitbewohnerin. Hartes Schicksahl sag ich euch - vor allem in Münster, wo man bei jedem Wetter Rad fährt!

Und langsam fragt ihr euch sicherlich ob die regenscheue Nörglerin denn nun auf dem Street Food Markt war. In der Tat. Ich war da. Und es hat nicht geregnet. Also anfänglich war es zumindest trocken.
An dieser Stelle: danke dafür!

Die Essensauswahl war wirklich groß und gut. Ich wusste also wofür ich das ganze Wochenende so einen Aufstand gemacht hatte. Meine armen Mitmenschen.
Ich habe mich dann für etwas ganz ausgefallenes Essbares entschieden: Zitronengrastofu mit Chinakohlsalat, salziger Mango und allerlei anderen Gemüsen und Sprossen. Serviert in einer gedämpften Teigtasche, die leider nach gar nichts schmeckte. Aber der Inhalt war vorzüglich.
Dem Crêpe zum Nachtisch konnte ich dann auch nicht mehr widerstehen. 3€ Eintritt müssen sich ja lohnen!

Das war: die selbstironische Zusammenfassung meines Wochenendes


Im Titel wurde was von Senf versprochen. Also jetzt dazu. Es war mein erster Anlauf und ich bin recht zufrieden. Letztlich habe ich gemerkt, dass ich lieber feinen Senf mag, aber diese Option ist mit meinem Rezept ebenfalls möglich.

 selbstgemachter Senf
 ~ 400ml

150g Senfkörner
120g Wasser
90g 5%iger Weinessig
10g Salz
50g Zucker

  1. Für feinen Senf als erstes die Senfkörner mahlen. Per Hand im Mörser zerstoßen oder in einer gesäuberten Kaffee-/ oder Getreidemühle. Ich habe gelesen, dass es auch fertiges Senfmehl zu kaufen gibt, das geht natürlich auch. Ich hab für einen groberen Senf meine Körner nur leicht zerstoßen.
  2. Wasser und Essig aufkochen, vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Dann mit Senfkörnern, Salz und Zucker gut pürieren. Die Masse sollte dabei nicht heiß sein, die Aromen des Senföls vertragen keine hohen Temperaturen. 
  3. Wundert euch nicht, wenn die Masse nicht wirklich gelb und eher flüssig ist. Sie kommt jetzt nämlich für 2 Tage in den Kühlschrank, quillt und zieht dort richtig durch. Jetzt entwickelt sich erst das Senfaroma und die gelbe Farbe. Zwischendurch mal durchrühren.
  4. In saubere Gläser füllen und im Kühlschrank lagern. Dort hält er sich für ungefähr 6 Wochen.


Der Gute ist schärfer als gedacht. Anfangs denkt man noch es wäre harmlos, aber Sekunden später kommt der Wumms um die Ecke. Allerdings bin ich da auch eher bei empfindlich einzustufen.

Als großer Senf-Fan - vor allem mit Käse - kann ich nur sagen:
Probiert ihn aus!

Einen schönen Abend euch,

Ela  

2 Kommentare:

  1. Das ist ja toll, geht ja viel einfacher als ich dachte!Muss ich unbedingt probieren, danke für die tolle Inspiration!Mir gefällt dein Blog übrigens sehr gut, hast eine neue Followerin;)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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  2. Hey Krisi, herzlich Willkommen. Danke dir, dass freut mich riesig :)
    Viel Erfolg für deinen ersten Senf!
    LG, Ela

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